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Geschichte der Familie Peter Barth in Rio Pardinho

História da família de Peter Barth em Rio Pardinho

(in: Centenário da Colonização Alemão em Rio Pardinho, 1952, pp.317-318)

In der Mitte der achtzenhundertfünfziger Jahre wanderte Peter Barth mit seiner Familie nach Brasilien aus. Mit ihm kamen seine Ehefrau Anna Bender Barth, seine Kinder und sein Bruder Michel, sowie dessen Familie.

Nach drei Monate langer sehr bewegter Segelschiff-Reise waren sie froh, endlich den verheissungsvollen brasilianischen Boden betreten zu können. Auf der heutigen Kolonie von Helmuth Scherer, in Dona Josefa, wurden sie für das erste sesshaft und schlugen unter einem grossen Baum ihr Zelt auf, welches aber schnell durch ein Sicherheit bitendes Blockhaus ersetzt wurde. Da Peter Barth Werkzeuge, Akker- u. Hausgeräte und Sämerein mit sich gebracht hatte, und auch noch einige Pfund Sterling besass, so wurde der Anfang nicht allzu schwer. Einige Jahre später verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Rio Pardinho.

Unter den vier Kindern des Ehepaares Barth befanden sich auch der später in Rio Pardinho wohlbekannte und hogeachtete Karl Barth. Schon als Kind half er seinem Vater und anderen in der Gegende ansässigen Bauern den ersten Pick durch den Urwald nach Santa Cruz schlagen.

In späteren Jahren war er wieder taktkräftig dabei, als die heute noch bestehende Strasse, um den Schul- und Kirchberg hrerum, gebaut wurde.

Im Jahre 1872 heiratete Karl Barth mit Johanna Iserhard, Tochter des Karl Wilhelm Iserhard und seiner Frau Juliana Dinger Iserhard. Johanna war mit ihren Eltern etwas später ins Land gekommen; die Familie liess sich in Porto Alegre nieder, wo der Vater bessere Gelegenheit fand, seine Musikkenntnisse zu verwenden. Johanna wurde in ihrere Kindheit die grosse Ehre zuteil, als deutsches Auswanderermädchen, seiner Majestät, dem während des Paraguaykrieges siegreich aus Ururguayana zurückkehrenden D. Pedro II einen Lorbeerkranz und einen Spruch sagen zu dürfen.

Als dann in der Hauptsatadt die Kolera ausbrach, flüchtete die Familie ins Innere des Munizipes Santa Cruz, um sich zuerst in Linha Santa Cruz und dann in Teresa niederzulassen, wo Karl Wilhelm Iserhard als Lehrer tätig war.

Nach ihrer Heirat liess das Ehepaar in Rio Pardinho nieder. Um 1880 erreichten sie, unter grossen Opfern, das erste Hotel und Vereinshaus der Umgebung. Die Gebäude stehhen heute noch als die Cooperativa Agrícola Rio Pardinho und sind ein Sinnbild des Fleisses und Strebens der Einwanderer.

Ihrer Ehe entsprangen neun Kinder von welchen zwei schon früh verstarben. So bildet heute die Familie Barth, eine grosse weitverzweigte Familie. Wenn auch jetzt zum grössten Teil in Porto Alegre wohnhaft, wurden alle Kinder in Rio Pardinho geboren.

Karl Barth erreichte das hohe Alter von 96 Jahren, während ihm seine Gattin 7 Jahre vorher im Tode voraus ging. Beide ruhen auf dem Friedhof in Santa Cruz. Ihr Name ist für immer mit der blühenden Kolonie von Rio Pardinho verbunden.


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